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Ausgabe vom
08. Juni
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Panorama Sonntag, 08. Juni 2003

Die Erde wird immer grüner

Wissenswertes

Die Erde ist als Folge der Klimaveränderungen in den vergangenen 20 Jahren immer grüner geworden. Zu dieser Schlussfolgerung kommt eine jetzt veröffentlichte gemeinsame Studie der US-Raumfahrtbehörde Nasa und des US-Energieministeriums. Die Produktion an organischer Substanz durch die Pflanzen sei von 1982 bis 1999 um sechs Prozent gestiegen. Der Großteil des Zuwachses sei auf die tropischen Regionen und die äußersten nördlichen Breiten der Erde verteilt. Allein 42 Prozent entfallen laut Studie auf das Amazonasgebiet. Dort, wo Licht ein limitierender Faktor für das Pflanzenwachstum sei, gebe es nun weniger Wolken. In kalten weit nördlich liegenden Gebieten sei es wärmer geworden, so dass die Pflanzen dort besser wachsen könnten. Ähnliche Daten zu den nördlichen Breiten hatte die Nasa bereits 2001 veröffentlicht. Einer der Mitautoren der Studie, Charles Keeling vom Scripps-Institut in La Jolla (Kalifornien), verwies darauf, dass es völlig offen sei, ob das schnelle Wachstum das Ergebnis kurzfristiger Wetterzyklen oder einer langfristigen Klimaveränderung ist. Ramakrishna Nemani von der Universität Montana erklärte dagegen, "unsere Studie sieht Klimaveränderungen als die Hauptursache für den Anstieg des Pflanzenwachstums in den zwei Jahrzehnten". In diesem Zeitraum gab es drei Mal Einflüsse durch El Niño, eine Veränderung der tropischen Bewölkung und des Monsunregens sowie eine Zunahme des Kohlendioxids in der Atmosphäre um 9,3 Prozent.

   

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